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TurmbeiNacht

Der stärkste Leuchtturm Europas und der zweitstärkste der Welt hat einen Reichweite von über 50 Seemeilen Ein Glasprisma mit 3 Meter im Durchmesser und eine 1500 Watt Halogenleuchte machen das möglich. Es herrscht reger Betrieb am Kap; nicht nur über dem Wasser, auch im Wasser, weil alle internationalen Schifffahrtslinien nach Afrika, ins Mittelmeer und nach Übersee hier vorbeifahren müssen. Leider in zu großem Abstand. Man sieht die Containerschiffe nur als schwimmende “Inseln” in der Ferne.

Durch die GPS-Satellitennavigation hat der Leuchtturm an Bedeutung verloren. Deshalb wurde die Lichtstärke auf eine Reichweite von 20 Seemeilen gedrosselt. Der Turm leuchtet also nur noch mit gebremstem Schaum. Für die ortsansässigen Fischer ist er jedoch nach wie vor eine überlebenswichtige Orientierungshilfe. Imposante 35 Meter hoch ist er. Zur Zeit kann er aber leider weder bestiegen noch besichtigt werden.

Die Leuchtturmwärter (Faroleiros) sind Marinesoldaten, die im Kap wohnen und für die Instandhaltung verantwortlich sind. Alle 4 Jahre erfolgt ein kompletter Wechsel der Besatzung.

Zur Zeit (seit nunmehr 4 Jahren) werden die Gebäude und der Innenhof restauriert. Das Tor ist für Besucher seitdem geschlossen. Es wird sicher auch noch eine Weile dauern (angeblich im Juli 2008, was auch schon verstrichen ist). Was für Gibraltar die Paviane, das sind für das Kap die Dachaffen. Bereits das 5. Mal wird das Flachdach neu mit Folie bespannt. Offensichtlich sind die Herren “Dachdecker” hoffnungslos überfordert, das Dach dicht zu bekommen oder es werden wieder einmal sinnlos EU-Gelder verplempert. Das weiß man immer nie so genau.

Ob Eintritt wie im Fortaleza verlangt wird, ist noch nicht bekannt. Man munkelt stark darüber. Es soll dann sogar ein kleines Schiffsmuseum den Besuchern zur Verfügung stehen und ein Restaurant mit Toiletten. Diese sind längst überfällig und derzeit können die Gäste nur in freier Natur entsorgen. Uns ist es jedenfalls verboten, Kunden auf unser Chemieklo zu lassen. Für öffentliche sanitäre Einrichtungen ist bislang also Fehlanzeige wegen Behördensumpf und Kindergartenkämpfen um Kompetenzen einiger so genannter wichtiger Herren.