Vinzenz von Valencia (oder Saragossa)

ist der Namensgeber des Kaps.

Er wurde im Jahre 304 n. Chr. im Auftrag des römischen Gouverneurs in Valencia als Märtyrer hingerichtet. Nach einer Sage ist im 12. Jahrhundert sein Leichnam in einem Boot gestrandet, wo heute der Leuchtturm steht. Die Gebeine des Heiligen werden seit 150 Jahren aber nicht mehr hier aufgebahrt, sondern in einem Silberschrein in der Kirche Sé Patriarcal in Lissabon

Ungeachtet dieser Tatsache, dass sich die sterblichen Überreste des Heiligen 290 km weiter nördlich befinden, sollen noch immer 4 Raben die Totenwache halten. Auch wer nicht abergläubisch ist; die Raben sind wirklich noch da und freuen sich über jeden Brotkrümel, der beim Verzehr unsere Würste auf den Boden fällt. Man glaubt bis heute noch, dass der freundliche Geist vom Hl. Vinzenz irgendwo in den Felsen weiterlebt und den vorbeiziehenden Schiffen seinen Segen für eine glückliche Reise gibt.

Dieses Foto ist eine Zeichnung auf Holz von Nuno Goncalves (1450-1490) im Museu Nacional de Arte Antiga Lisboa, Portugal und ist im Original zu sehen bei den Seiten der Universidade Coimbra.

st-vincent

Bei der Schreibweise werden oft viele Fehler gemacht:

São Vicente   - die richtige Schreibweise, von dem spanischen Vornamen Vicente.
St. Vincent   - karibischer Inselstaat mit der Hauptstadt Kingstown.
São Vincente  - gibt es nicht.
Vicente      - spanischer Vorname.
Vincent      - “der Sieger” - Vorname römischen Ursprungs - wie z. B. bei Vincent van Gogh.
Vincente     - englischer Vorname.
Vinzenz      - deutscher Vorname.

Korrekt ist demnach entweder auf Deutsch - Kap Sankt Vinzenz (was niemand sagt)
oder portugiesisch Cabo de São Vicente. (Aussprache algarvianisch: Cabsaovicent), wobei die Betonung auf den fettgedruckten Vokalen liegt.