Der stärkste Leuchtturm Europas
und der zweitstärkste Leuchtturm der Welt
hat eine Leuchtkraft von über 50 Seemeilen. Ein Glasprisma mit stolzen 3 Metern im Durchmesser und eine kleine, nur 1500 Watt starke Halogenleuchte machen diese Reichweite möglich.
Es herrscht immer reger Betrieb am Kap; nicht nur über Wasser, auch im Wasser, weil alle internationalen Schifffahrtslinien nach Afrika, ins Mittelmeer und nach Übersee hier an diesem Knotenpunkt vorbeifahren müssen; aus Sicherheitsgründen in einem sehr großem Abstand zur Küste. Man sieht die riesengroßen Containerschiffe deshalb nur schemenhaft als “Insel” in der Ferne.
Durch die GPS-Satellitennavigation hat der Leuchtturm an Bedeutung verloren. Deshalb wurde die Lichtstärke auf eine Reichweite von 20 Seemeilen gedrosselt. Der Turm leuchtet also nur noch mit gebremstem Schaum. Für ortsansässige Fischer ist er aber immer noch eine überlebenswichtige Orientierungshilfe. Stolze 35 Meter ragt er über die 70 Meter hohe Klippe.
Die Leuchtturmwärter (Faroleiros) sind Marinesoldaten im Dienste des Verteidigungsministeriums, die auch direkt im Kap wohnen und für die Instandhaltung und die ständige Funktionstüchtigkeit verantwortlich sind. Alle 4 Jahre erfolgt turnusmäßig ein kompletter Wechsel der Besatzung. 4 Leuchttürme sind es in Portugal. Nach einer Runde ist also für einen Faroleiro bereits nach 16 Jahren die Rente in Sicht. Deshalb ist es auch ein heißbegehrter Posten.
kein Wunder: bei dem Sonnenuntergang
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Seit nunmehr über 5 Jahren, werden die Gebäude und der Innenhof mit EU - Fördermitteln “ restauriert “. Das Tor ist für den Besucher seitdem geschlossen.
Ab 13. April 2010 ist ein Teil der Anlage für den Publikumsverkehr wieder geöffnet worden. Man kann bereits für 3 Euro Eintritt in ein kleines Museum, welches gleich rechts neben dem Tor seinen Eingang hat. Gegenüber befinden sich Toiletten mit Toilettenhostess. Endlich ist dieses leidige Thema gelöst - wenngleich der Besucher 50 Cent pro Benutzung bezahlen darf. Wenn die Toiletten dadurch sauer und hygienisch sind, ist das durchaus zu verkraften. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber viel zu spät. Warten wir ab, wie sich die Hygienesituation im Sommer entwickelt.
Ob und wann der Leuchtturm wieder besichtigt werden kann und die gesamte Anlage freigegeben wird, wissen wir derzeit noch nicht.

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